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Jüdische Ferrara

In Ferrara existiert ein verborgenes Kerngebilde, es handelt sich um den jüdischen Nukleus, wichtiges Element der städtischen Gemeinschaft.
 Jüdische Ferrara

Die Sinagoga und das Museo Ebraico
Die Fassade der Synagoge unterscheidet sich von der der umliegenden Häuser durch die Gedenktafeln neben dem Eingang. Unter den wichtigsten Innenräumen erwähnen wir den ehemaligen Tempio Tedesco, der für die feierlicheren Zeremonien benutzt wird, den ehemaligen Tempio Italiano und das Oratorio Fanese, in dem die Samstag-Riten ausgeübt werden. In dem historischen Gebäude befindet sich das auch Jüdische Museum, in dem liturgische Gegenstände, Einrichtungen aus dem 18. Jahrhundert und Druckarbeiten mit Werken des berühmten Isacco Lampronti, Arzt und Theologe, der zwischen Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts gelebt hat, verwahrt sind.

Durch die Straßen des Gettos
Das Gebiet mit dem antiken „Getto“, das im 17. Jahrhundert eingerichtet wurde, besteht aus den gegenwärtigen Via Mazzini, Via Vittoria und Via Vignatagliata, wo auf den Höfen, den geheimen Gängen und den suggestiven Balkons das intensive Leben des Gettos pulsierte.

Der jüdische Friedhof, eine Gedenkstätte
Der von der Stadtmauer geschützte jüdische Friedhof präsentiert sich als ein ausgedehnter Garten, in dem sich zwischen vereinzelten Nadelbäumen und Grasbüscheln das leuchtende Weiß der Grabsteine abhebt. Hier ruht der Schriftsteller Giorgio Bassani, einer der bedeutendsten Vertreter der jüdischen Gemeinschaft in Ferrara, dessen Arbeiten unter den schönsten Literaturwerken von Ferrara zu finden sind.

Die Buchseiten von Bassani durchblättern die Stadt und die Provinz
Bassanis Werke erzählen von dem Leben im Ferrara der 30er und 40er Jahre. Der Leser des Buches Il Romanzo di Ferrara entdeckt nach und nach die Stellen der Stadt und der Provinz – in unvergesslichen Abschnitten verewigt – welche die Erinnerung an die dramatischen Momente unserer Geschichte wachrufen. Ein Beispiel dafür ist Airone, wo sich die Geschichte im Podelta, zwischen Tresigallo, der Abtei von Pomposa und dem Gran Bosco della Mesola abspielt.In der Bibliothek von Codigoro hat die Giorgio Bassani-Stiftung ihren Sitz, die in dem kleinen Museum die Einrichtung seines Studios, seine persönliche Bibliothek und eine interessante Fotografiesammlung verwahrt.

 

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zuletzt verändert: 14.10.2015 09:23
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