Sektionen

Museum Giovanni Boldini

Das Museum Boldini ist nach dem ferraeser Maler Giovanni Boldini benannt, der von 1842 bis 1931 lebte.
Museum Giovanni Boldini

Nach den Lehrjahren, die er in der Toskana, in Paris und London verbracht hatte, ließ sich Boldini definitiv in der französischen Hauptstadt nieder. Dort entwickelte er seinen eigenen unverwechselbaren Stil und wurde zum gefragtesten Portraitmaler der gehobenen Bourgeoisie. Die faszinierendsten Frauen der damaligen Zeit rissen sich darum, für ihn Modell zu stehen. Der Rundgang beginnt ausgehend von der eleganten Barockkapelle, die hinter dem großen Festsaal liegt. Man geht zunächst durch drei kleinere Räume, in denen Jugendwerke Boldinis wie ein Selbstportrait und das Ölgemälde Zwei weiße Pferde ausgestellt sind. Dann folgt ein großer, mit sehr schönen Fresken ausgeschmückter Saal mit fünf großen Gemälden aus der Zeit zwischen 1878 und 1891. Diese Bilder allein reichen aus, um die ganze Kunst Boldinis in der Portraitmalerei unter Beweis zu stellen: Die Gräfin Gabrielle de Rasty, Die Infantin Eulalia von Spanien, Der kleine Subercaseuse, Die Gräfin de Leusse und Feuerwerk. Danach durchquert man zwei Räume ohne Bilder, einen Korridor, dessen Wände ganz mit gemalten Medaillons und gemalten Skulpturen dekoriert ist, sowie einen prächtigen Rokoko-Saal mit weißen und vergoldeten Stuckarbeiten. Die Sammlung Boldini setzt sich nun mit Zeichnungen und Acquarellen fort, sowie mit dem wundervollen Gemälde Der Spaziergang am Bois von 1909, das einen ganzen Saal beherrscht. In den folgenden Sälen, die man in entgegengesetzter Richtung durchläuft, sieht man zahlreiche Skizzen und persönliche Gegenstände des Malers, darunter eine Schachtel mit Farben und Pinseln, auf deren Deckel Boldini den Garten der Veil-Picard malte. Im vorletzten Saal ist das Portrait einer Frau in Rosa zu bewundern, das zu einer Art Sinnbild des Museums geworden ist.

VORÜBERGEHEND  GESCHLOSSEN

zuletzt verändert: 05.04.2016 07:34
Chiudi menu
Touristische Infos